Wer sind wir? _______________________Woher kommen wir? _______________________Wohin gehen wir?_______________________Wohinein sind wir geworfen?_______________________Was ist die Welt?_______________________Wo fängt sie an?_______________________Wo hört sie auf?_______________________Was ist Identität?_______________________ Was ist das Fremde? Diese Fragen wollen wir uns vor unserem je eigenen Verschwinden von diesem Planeten kontrovers erlaufen. Wer begleitet uns? ....

 

Formaler Ablauf

 

Die Zusammenführung von Erde

Geplant ist es, aus allen Ländern der Erde jeweils einen Liter Erde zu sammeln, und jede dieser Portionen in zwei Hälften aufzuteilen. Die eine Hälfte Erde jedes einzelnen Landes wird in ein eigenes, gläsernes Gefäß umgefüllt, mit Name und Flagge der betreffenden Nation versehen. Diese Gefäße werden dann in alphabetischer Reihenfolge in einer Vitrine ausgestellt.

Die anderen Hälften der Erde werden in einem feierlichen Akt in der Nacht zum 01.01. des Jahres 2001 um exakt 00.00 Uhr zusammengeführt und bilden eine homogene Masse. Diese wird nun, wie bereits oben erwähnt, von einer Gruppe Menschen in eine Höhle in Ungarn gebracht.

Die Wanderung

In unserer heutigen Zeit, in der selbst die kleinsten Strecken motorisiert zurückgelegt werden, wird einer Gruppe von Menschen, die bereit ist für eine Vision 2000 km zu Fuß zurückzulegen, große Aufmerksamkeit zuteil. Eine solche außerordentliche Tat kann es leisten, den Menschen für das anbrechende Jahrtausend eine hoffnungsvoll-stimmende Metapher der Handlungsfähigkeit mit auf den Weg zu geben.

Die Wanderstrecke führt durch Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei bis nach Ungarn.

Die Wandergruppe setzt sich aus Menschen verschiedenster Herkunft zusammen.

Es werden Etappen von 20-30 km pro Tag absolviert.

Während der Wanderung soll es zu einem sowohl interkulturellen als auch interdisziplinären Austausch kommen. Dies wird einerseits durch begleitende Veranstaltungen geschehen, andererseits durch den offenen Austausch mit interessierten Außenstehenden erfolgen.

Die Dauer der Wanderung beträgt 2,5 Monate.

Die Höhle

Die Baradla-Domica-Höhle in Aggtelek, Ungarn, die im Dezember 1995 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde, ist, was ihre geologische Geschichte und Morphologie angeht, einzigartig auf der Welt. Sie erstreckt sich mit ihren weitauslaufenden Armen über eine Strecke von 25 km. Sie verfügt über eine kaum endende Anzahl von beeindruckenden „Sälen".

Warum wird das gralsähnliche Steingefäß bzw. die Vision in einer Höhle aufbewahrt?

Sie unterstützt durch ihre natürliche Gewachsenheit den völkerverbindenden Aspekt des Kunstwerkes, da sie sowohl auf slowakischer als auch auf ungarischer Seite mehrere Eingänge hat.

Sie bietet dem Gefäß einen natürlichen Schutzraum.

Im Erleben der überwältigenden Schönheit der Höhle, im Moment der Ehrfurcht vor dem Werke der Natur, wird der Anblick der Vision im Betrachter die Erkenntnis der eigenen Verantwortung freisetzen.

Die Skulptur nach der absolvierten Wanderung

Mit der Baradla-Domica-Höhle in Aggtelek, Ungarn und dem Leopold-Hoesch-Museum in Düren, Deutschland, stehen dem Kunstwerk zwei Räume zur Verfügung, in denen die Erdskulpturen fortan der Öffentlichkeit zugänglich sein werden. An Attraktivität gewinnt die Skulptur nach der Wanderung vor allem dadurch, daß eine in Real-Zeit geschaltete Videoinstallation die zwei Punkte miteinander verbindet.

Auf den Bildschirmen können sich die jeweiligen Besucher an den betreffenden Orten gegenseitig sehen und werden somit Bestandteil der Skulptur. Beeindruckende Landschaftsaufnahmen von der Wanderung werden der Installation im Leopold-Hoesch-Museum die angemessene Stimmung verleihen.